
Da machen die Brauereien Tag für Tag Bier-Werbung mit Gläsern und Flaschen an denen das Kondenswasser von außen herunterrinnt und uns verdeutlichen soll, dass uns das Innere des Behälters die reine Frische bringt.
Fröhliche Freunde treffen sich ausgelassen in der Gastronomie und zeigen überschäumendes Lebensgefühl. Männlein und Weiblein lassen sich zu Schiffsreisen verführen und vergnügen sich bereits am hellen Tage im Segelschiffambiente vollkommen selbstverständlich mit einem locker, fröhlich, frischen Bier aus der Flasche.
Alles ist so leicht, so vergnügt, so trendy und soll zeigen, dass sich das Leben mit einer ordentlichen Portion Bier prima meistern lässt.
Doch was bringt es der Branche?
Nichts.
Die Umsätze sinken und sinken und sinken.
Der jahrelange Trend lässt sich nicht umkehren und zeigt deutlich, dass das Biertrinken immer mehr aus der Mode kommt (vom Oktoberfest einmal abgesehen).
Das Gaststättensterben entwickelt sich parallel.
Was kann da helfen?
Wie kommt Umsatz und Anziehungskraft in die Gastronomie?
Vielleicht kann Merchandising eine Lösung bieten.
Kaffeehersteller haben z.B. eigene Mode-Labels entwickelt, verkaufen Haushaltsartikel und dringen auch außerhalb des Kaffeekränzchens immer weiter in das Leben der Familien ein.
Kann die Gastronomie davon lernen und wirksame Konzepte entwickeln, die den Weg in die Kneipe zum Alltäglichsten werden lässt, was ein Verbraucher sich denken kann?
Paket- und Postannahmestellen gehören vielleicht auch dazu.
Warum nicht auch die Jeans entspannt beim leckeren Prosecco mit Freunden im Restaurant kaufen?
Nach Rauch riecht die Kleidung inzwischen ja sowieso nicht mehr.
Euer Marko.


